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Nationalpark Écrins
Dominicus Johannes Bergsma, CC BY-SA

Nationalpark Écrins

Hochalpen zwischen Grenoble, Gap und Briançon: 150 Gipfel über 3.000 m, Gletscher, die Barre des Écrins mit 4.102 m und sieben große Täler rund um das Massiv.

  • 930 km²Fläche
  • 700 m bis 4.102 mHöhe
  • 1973Gegründet

Auf einen Blick

  • 150 Gipfel über 3.000 m und Gletscher
  • Höchster Punkt: die Barre des Écrins, 4.102 m; der Park beginnt auf 700 m
  • Fast 750 km gepflegte, beschilderte Wege und rund vierzig Hütten
  • Hier liegt das erste Totalreservat Frankreichs, 1995 am Lauvitel eingerichtet
  • Seit 1990 Träger des Europäischen Diploms für geschützte Gebiete des Europarats
  • Hundeverbot in der Kernzone, auch an der Leine oder getragen

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Berghütten

  • Refuge de l'Aigle

    3.450 m · 30 Schlafplätze

    Betrieben von Club alpin français de Briançon

  • Refuge de l'Olan

    54 Schlafplätze · Reservierung erforderlich

  • Refuge de Temple Écrins

    48 Schlafplätze

  • Refuge des Écrins

    3.170 m · 116 Schlafplätze · Reservierung erforderlich

  • Refuge du Glacier Blanc

    2.550 m · 131 Schlafplätze

  • Refuge du Pelvoux

    2.704 m · 54 Schlafplätze

  • Refuge du Promontoire

    32 Schlafplätze · Reservierung erforderlich

  • Refuge du Sélé

    2.511 m · 76 Schlafplätze

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So läuft der Besuch ab

  1. Vallouise und der Glacier Blanc

    Die Verkehrsseite des Parks nennt ein Sommershuttle von L’Argentière über Puy Saint Vincent und Ailefroide zum Pré de Madame Carle, dem Ausgangspunkt des Aufstiegs zum Glacier Blanc. Seit dem Hochwasser vom 27. und 28. August 2026 ist die Straße hinter Ailefroide unterbrochen; laut der Mitteilung des Parks vom 4. September bleibt das Gebiet zu Fuß über den Sentier de la Poire erreichbar. Das Refuge du Pelvoux und das Refuge du Sélé erreicht man von Ailefroide aus.

  2. Valgaudemar und der Gioberney

    Die Verkehrsseite des Parks nennt ein Sommershuttle zwischen Saint-Firmin und dem Gioberney (die Fahrplanseite stammt von 2021, prüfen Sie sie also). Die Zufahrt für Fahrzeuge bleibt bis zu einem Parkplatz nahe dem Refuge du Gioberney erhalten.

  3. Oisans: Lauvitel und La Muzelle

    Im Oisans liegen die Seen Lauvitel und La Muzelle sowie der Weg zum Refuge de la Selle in Saint-Christophe-en-Oisans. Le Bourg-d’Oisans ist einer der beiden Ausgangspunkte des GR 54.

  4. Die Grand Tour des Écrins

    Eine Mehrtagestour auf dem GR 54, der Runde durch Oisans und Écrins um die höchsten Gipfel. Laut der Seite des Parks kann sie „zwei Tage oder fünfzehn“ dauern; eine Standarddauer nennt sie nicht. Ein Start in L’Argentière-la-Bessée verlängert die Tour um zwei Tage gegenüber Le Bourg-d’Oisans.

Drei Zugänge zu den hohen Écrins

ZugangTalWas dort beginntSommershuttle
Ailefroide und der Pré de Madame CarleVallouiseDer Aufstieg zum Glacier Blanc; Refuge du Pelvoux und Refuge du SéléAb L’Argentière über Puy Saint Vincent (Straße hinter Ailefroide seit August 2026 unterbrochen)
Der GioberneyValgaudemarParkplatz nahe dem Refuge du Gioberney, Hunde an der Leine erlaubtAb Saint-Firmin (Fahrplanseite von 2021)
Le Bourg-d’Oisans und Saint-Christophe-en-OisansOisansDer GR 54; die Seen Lauvitel und La Muzelle; der Weg zum Refuge de la Sellekeine Angabe

Quelle: Parc national des Écrins, Seiten zu Verkehr, Tälern, Hunden und GR 54 sowie seine Hochwassermitteilung vom 4. September 2026 (gelesen im Oktober 2026).

Kernzone und Partnergebiet

ZoneFlächeWas gilt
Kernzone93.000 haDie Parkordnung: keine Hunde, kein Zelten, kein Feuer, keine Kraftfahrzeuge
Partnergebiet159.600 ha auf der Seite mit den Kennzahlen, 160.600 ha auf einer anderen Seite des ParksDie Parkcharta, unterzeichnet von 49 der 55 Gemeinden

Quelle: Parc national des Écrins, Kennzahlen und Parkordnung (gelesen im Oktober 2026).

Vor dem Besuch

  • Hochwasserschäden: Die Hochwasser vom 27. und 28. August 2026 haben in der Vallouise und im Oisans Straßen unterbrochen und Stege weggerissen. Laut der Mitteilung des Parks vom 4. September bleiben die meisten Wege mit Vorsicht begehbar; der Park bittet Wandernde, sich vor dem Aufbruch über die Bedingungen zu informieren.
  • Biwak: von 19 bis 9 Uhr, mehr als eine Gehstunde von Straßenzugängen und der Grenze der Kernzone entfernt, eine Nacht pro Platz, in einem kleinen Zelt, in dem man nicht stehen kann.
  • Ausnahmen beim Biwak: Die Stunde Abstand zur Grenze der Kernzone gilt nicht am Pré de la Chaumette und rund um das Refuge de l’Olan. Am Lac de la Muzelle und am Lac du Lauvitel ist das Biwakieren im Umkreis von 500 m vom Ufer verboten, außer in den ausgeschilderten Zonen.
  • Kocher: Ein kleiner Gaskocher wird geduldet; Spiritus-, Benzin- und Holzkocher sind verboten. Gießen Sie Abwasser mehr als 50 m von Seen und Bächen entfernt aus.
  • Hütten: rund vierzig im Massiv, die meisten in der Kernzone. Rufen Sie vorher an, um Schlafplatz und Mahlzeiten zu reservieren.
  • Hunde sind nur dort an der Leine erlaubt, wo die Straße für den öffentlichen Verkehr offen ist: auf den Parkplätzen Gioberney, Fourronnière, Pré de Madame Carle, Dormillouse und Confolens-le-Bas, auf der Route de l’Envers in La Grave, auf der Piste du Vieux Chaillol und auf dem Weg zum Refuge de la Selle.
  • Drohnen: Motorisierte Überflüge unter 1.000 m sind ohne Genehmigung des Direktors verboten, und Drohnen jeder Größe gelten als motorisierte Luftfahrzeuge. Boote und andere Wassersportgeräte sind in der Kernzone ebenfalls verboten, damit keine eingeschleppten Arten in die Seen gelangen.
  • Sammeln: für den Eigenbedarf der Familie eine Liste von Beeren (Heidelbeere, Walderdbeere, Himbeere und einige andere) bis 1 kg pro Person und Tag, ohne Hilfsmittel wie einen Beerenkamm; Speisepilze bis 5 Liter; Edelraute (Génépi) 100 blühende Stängel bei drei ihrer vier Arten. Das Pflücken der Wolligen Edelraute (génépi laineux) ist verboten.
  • Mountainbikes sind in der Kernzone verboten, außer auf vier Routen (Valgaude, Fourronnière, Roy de Molines und Sentier des Ardoisières in La Grave), sofern sie schneefrei sind.

Was erlaubt ist

ThemaRegelQuelle
Wildcampen (Biwak)EingeschränktParc national des Écrins
CampingVerbotenParc national des Écrins
FeuermachenVerbotenParc national des Écrins
HundeVerbotenParc national des Écrins
DrohnenVerbotenParc national des Écrins
RadfahrenEingeschränktParc national des Écrins
KraftfahrzeugeVerbotenParc national des Écrins
Pflanzen pflückenEingeschränktParc national des Écrins
JagdVerbotenParc national des Écrins

Regeln am 7. Oktober 2026 bei der Verwaltung geprüft. Änderungen sind kurzfristig möglich: Prüfen Sie die Regeln vor dem Besuch.

Anreise

Nationalpark ÉcrinsUnterkünfte des ParksAusgangsorte

Ab 1913 bestand ein kurzlebiger Nationalpark von La Bérarde, sechzig Jahre vor dem Dekret vom 27. März 1973, das die Écrins zum fünften Nationalpark Frankreichs machte. Bergsteiger, Naturschutzverbände und der Club Alpin Français hatten sich dafür eingesetzt. Der Park erstreckt sich über zwei Departements, Hautes-Alpes und Isère, und hat seinen Sitz in Gap.

Seine Grenzen folgen grob den Tälern rund um das Massiv: der Romanche im Norden, der Guisane und der Durance im Osten und Süden, dem Drac im Westen. Sieben große Täler gliedern das Massiv:

  • Briançonnais, Vallouise und Embrunais
  • Champsaur, Valgaudemar und Valbonnais
  • Oisans

Jenseits der Kernzone (cœur) vereint das Partnergebiet (aire d’adhésion) die Gemeinden, die sich für die Unterzeichnung der Parkcharta entschieden haben: 49 von 55.

Ein Massiv der Bergsteiger, das auch Sommerweide ist

Die Écrins sind ein Hochgebirgspark, und doch wird ein großer Teil davon beweidet. Im Sommer ernähren 104.000 Hektar Almen mehr als 115.000 Schafe, dazu Rinder, Ziegen und Pferde. Pferde sind in der Kernzone erlaubt, Pferdefuhrwerke dagegen verboten.

Der Park selbst zählt 2.500 Pflanzenarten und mehr als 350 Wirbeltierarten. Die französische Wikipedia nennt die typischen Arten:

  • Tiere: Gämse, Steinbock, Murmeltier, Steinadler, Alpenschneehuhn, Bartgeier und Birkhuhn.
  • Pflanzen: Alpen-Mannstreu, Frauenschuh, Edelweiß und Edelraute (Génépi).

Lauvitel, Kristalle und ein Europäisches Diplom

Zwei Auszeichnungen und ein Gerichtsverfahren prägen die Schutzbilanz des Parks:

  1. 1990: Der Europarat verleiht dem Park das Europäische Diplom für geschützte Gebiete, 2010 wird es erneuert.
  2. 9. Mai 1995: Der Park richtet am Lauvitel das erste Totalreservat Frankreichs (réserve naturelle intégrale) ein.
  3. 2011: Das Gericht in Gap spricht Personen schuldig, die fast 20 kg Bergkristall entnommen hatten, denn Mineralien und Fossilien stehen unter strengem Schutz.

Wege, die jeden Sommer neu entstehen

Der Park und das Forstamt ONF pflegen in Absprache mit den betroffenen Gemeinden die Wege der Kernzone, laut den FAQ des Parks 700 km. Das Wegenetz ändert sich mit der Jahreszeit:

  • Die Hälfte der Stege, 60 von 120, wird vor dem Sommer aufgebaut und vor dem Winter wieder abgebaut.
  • Das Wanderportal des Parks, Destination parc national des Écrins (früher Rando Écrins), bietet 200 ausführliche Tourenblätter.
  • 175 Wander- und Mountainbikerouten verlaufen außerhalb der Kernzone.
  • Die Grenze der Kernzone ist mit blau-weiß-roten Fahnen markiert, die auf Felsen oder Holzschilder gemalt sind.

Laut der französischen Wikipedia verzeichneten die Hütten 2023 mehr als 53.000 Übernachtungen, und die sieben Besucherzentren und fünf saisonalen Informationsstellen des Parks (Stand 2023) empfingen im Sommer 2023 insgesamt 79.550 Besucher.

Häufige Fragen

Darf man im Nationalpark Écrins wild campen?

Zelten ist verboten, Biwakieren aber von 19 bis 9 Uhr erlaubt, mehr als eine Gehstunde von Straßen und der Grenze der Kernzone entfernt, eine Nacht pro Platz in einem kleinen Zelt.

Sind Hunde im Nationalpark Écrins erlaubt?

Nein, nicht in der Kernzone, auch nicht an der Leine oder getragen. Ausgenommen sind Hüte- und Herdenschutzhunde, Führhunde und Lawinensuchhunde im Einsatz, und einige Parkplätze und Wege lassen angeleinte Hunde zu.

Wie kommt man zum Glacier Blanc?

Zu Fuß ab dem Pré de Madame Carle. Seit dem Hochwasser vom 27. und 28. August 2026 ist die Straße hinter Ailefroide gesperrt; laut der Mitteilung des Parks vom 4. September bleibt das Gebiet zu Fuß über den Sentier de la Poire erreichbar, mit einer Furt an der Stelle, wo der Steg am Glacier Noir weggerissen wurde. Erkundigen Sie sich vor dem Aufbruch beim Park nach den Bedingungen.

Wie lange dauert die Tour des Écrins?

Der Park nennt keine Standarddauer: Seine Seite zur Grand Tour des Écrins sagt nur, dass sie „zwei Tage oder fünfzehn“ dauern kann. Auf dem GR 54 dauert ein Start in L’Argentière-la-Bessée zwei Tage länger als ein Start in Le Bourg-d’Oisans.

Darf man mit dem Auto in den Nationalpark Écrins fahren?

Nur auf wenigen Straßen. Motorisierter Verkehr ist in der Kernzone verboten, auch auf Straßen und Pisten, außer auf der Route de l’Envers in La Grave, der Straße nach Confolens und den Zufahrten zu den Parkplätzen beim Weiler Confolens-le-Bas, am Gioberney und an der Fourronnière sowie am Pré de Madame Carle.

Darf man im Nationalpark Écrins eine Drohne fliegen lassen?

Nein. Drohnen jeder Größe gelten als motorisierte Luftfahrzeuge, und motorisierte Flüge unter 1.000 m über der Kernzone brauchen die Genehmigung des Direktors.

Darf man in den Écrins Pilze sammeln?

Ja, essbare Wildpilze für den Eigenbedarf der Familie: bis 5 Liter pro Person und Tag, ohne alle Exemplare mitzunehmen. Pflanzen, Mineralien und Fossilien dürfen der Kernzone nicht entnommen werden, abgesehen von einigen aufgelisteten Beeren und Edelrautenarten.

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Quellen

8 Quellen
  • Esprit parc national (Parcs nationaux de France) abgerufen am 7. Oktober 2026
  • Parc national des Écrins abgerufen am 7. Oktober 2026
  • Atout France (France.fr) abgerufen am 7. Oktober 2026
  • OpenStreetMap abgerufen am 7. Oktober 2026
  • Wikidata abgerufen am 7. Oktober 2026
  • Wikipedia (de) abgerufen am 7. Oktober 2026
  • Wikipedia (en) abgerufen am 7. Oktober 2026
  • Wikipedia (fr) abgerufen am 7. Oktober 2026