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Nationalpark Vanoise
Galano, CC BY-SA

Nationalpark Vanoise

Frankreichs erster Nationalpark, 1963 zur Rettung des Alpensteinbocks gegründet: ein vergletschertes Massiv zwischen Maurienne und Tarentaise mit rund 400 km markierten Wegen und einer Hütte alle drei Gehstunden.

  • 533 km²Fläche
  • 1.280 m bis 3.855 mHöhe
  • 1963Gegründet

Auf einen Blick

  • Frankreichs erster Nationalpark, gegründet per Dekret am 6. Juli 1963
  • Seit 1972 mit dem italienischen Gran Paradiso verbunden: 1.250 km² gemeinsam geschützt entlang einer 14 km langen gemeinsamen Grenze
  • Von 1.280 m bis 3.855 m an der Grande Casse, dem höchsten Punkt der Kernzone
  • 1.700 Arten von Gefäßpflanzen, ein Drittel der Flora Frankreichs auf weniger als 0,5 % der Landesfläche
  • Die meisten Wege sind etwa vom 1. Juni bis 30. Oktober begehbar, mit dem Risiko von spätem oder frühem Schnee
  • Hunde sind in der Kernzone verboten, auch an der Leine, bei einem Bußgeld von 135 €

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Berghütten

  • Refuge de l'Arpont
  • Refuge de l'Orgère
  • Refuge de la Femma
  • Refuge de la Leisse2.487 m
  • Refuge de la Martin
  • Refuge de la Valette
  • Refuge de Plaisance
  • Refuge de Plan du Lac
  • Refuge de Prariond
  • Refuge de Rosuel
  • Refuge de Turia
  • Refuge de Vallonbrun
  • Refuge du Bois
  • Refuge du Col de la Vanoise
  • Refuge du Col du Palet
  • Refuge du Cuchet
  • Refuge du Fond des Fours

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  • Moûtiers

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    32 km Luftlinie

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So läuft der Besuch ab

  1. Bourg-Saint-Maurice und die Haute Tarentaise

    Der nördliche Zugang mit der Bahn. Shuttles fahren von Bourg-Saint-Maurice nach Val Claret in Tignes und zum Pont Saint-Charles in Val d’Isère, und die Buslinien S82 und S83 bedienen beide Orte ganzjährig an sieben Tagen in der Woche. Ein weiterer Shuttle verbindet Landry mit dem Tal von Rosuel.

  2. Moûtiers, Pralognan und Champagny

    Der Bahnhof Moûtiers erschließt die Täler von Bozel und Belleville. Shuttles fahren hinauf nach Pralognan-la-Vanoise (Prioux oder Fontanettes) und nach Champagny-le-Haut.

  3. Modane und die Haute Maurienne

    Die Südseite des Parks erreicht man mit der Bahn in Modane, dem Bahnhof der Haute Maurienne.

  4. Die Tour des Glaciers de la Vanoise

    Die Mitarbeitenden am Empfang des Parks berichten von großem Interesse an mehrtägigen Wanderungen und Trailrunning, besonders für diese Runde. Das Hüttennetz bietet etwa alle drei Gehstunden eine Unterkunft, und der GR5 und die Via Alpina ermöglichen längere Durchquerungen von Nord nach Süd.

Bahnhöfe und Shuttles in die Vanoise

AusgangspunktErschlossenes GebietWeiterfahrt
Bahnhof Bourg-Saint-MauriceHaute TarentaiseShuttles nach Val Claret (Tignes) und zum Pont Saint-Charles (Val d’Isère); Buslinien S82 und S83 zu beiden Orten ganzjährig an sieben Tagen in der Woche
LandryTal von RosuelShuttle
Bahnhof MoûtiersTäler von Bozel und BellevilleShuttles nach Pralognan-la-Vanoise (Prioux oder Fontanettes) und Champagny-le-Haut
Bahnhof ModaneHaute MaurienneIm Sommer Busse ins Tal der Orgère (Villarodin-Bourget), zum Parkplatz Bellecombe (Val Cenis-Termignon), zum Pont de l’Oulietta und nach L’Écot (Bonneval-sur-Arc)

Quelle: Parc national de la Vanoise, Seite zur Anreise (gelesen im Oktober 2026).

Wo Hunde hindürfen

GebietHunde
Kernzone des ParksVerboten, auch an der Leine (Bußgeld 135 €); ausgenommen Hüte- und Assistenzhunde
Weg am Rand der KernzoneAn der Leine zugelassen
Naturschutzgebiet Grande SassièreAn der Leine
Naturschutzgebiet Plan de TuédaAn der Leine, auf der Hochfläche von Tuéda zwischen dem Parkplatz von Méribel-Mottaret und dem Refuge du Plan
Naturschutzgebiete Tignes-Champagny und BailletazVerboten, auch getragen

Quelle: Parc national de la Vanoise, Seite zu Hunden (gelesen im Oktober 2026).

Vor dem Besuch

  • Biwak: nur im Sommer, direkt neben bestimmten Hütten, solange sie bewirtschaftet sind, und nach Reservierung beim Hüttenwirt. Die Zelte werden um 19 Uhr aufgebaut und jeden Morgen um 8 Uhr abgebaut, auch auf einer Mehrtagestour.
  • Biwakgebühr: Das Biwak ist gebührenpflichtig, dafür stehen Toiletten und Selbstversorgerraum der Hütte zur Verfügung (Gas, Kochgeschirr, Trinkwasser). Die Hütten Refuge du Col de la Vanoise und Refuge de Péclet-Polset nehmen kein Biwak an.
  • Zelte: nur leichte Zelte, in denen man nicht stehen kann. Ein außerhalb des Biwakplatzes aufgestelltes Zelt riskiert ein Bußgeld von 68 €.
  • Feuer ist in der Kernzone verboten; Campingkocher sind am Biwakplatz erlaubt.
  • Hunde: Auf einem Weg, der am Rand der Kernzone entlangführt, ist ein angeleinter Hund zugelassen. Rando Vanoise listet mehr als 130 hundefreundliche Wanderungen und Radtouren außerhalb der Kernzone auf.
  • Drohnen und andere Fluggeräte (Modellflugzeuge, Gleitschirme, Basejumping, Speedriding, Drachen) sind in der Kernzone verboten, mit einem pauschalen Bußgeld von 135 €; der Park legt Zonen und Zeiträume fest, in denen nichtmotorisiertes Fliegen unterhalb von 1.000 m erlaubt ist.
  • Gehtempo: Bei mäßigem Tempo steigt man etwa 300 m pro Stunde auf und 500 m ab; die Höhenmeter zählen mehr als die Strecke.
  • Bergseen: Baden ist nicht verboten, solange kein örtlicher Aushang und keine Verordnung es untersagt, doch der Park rät dringend davon ab (Ertrinken, Kälteschock, ungeprüftes Wasser). Stand-up-Paddle-Boards und Kanus können das Wasser verschmutzen und die Fortpflanzung stören.
  • Shuttles: Im Sommer 2026 gehörten volle oder zu wenige Shuttles zu den Hauptschwierigkeiten mancher Besucher, neben den Einschränkungen für Hunde und der Organisation des Biwaks auf einer Mehrtagestour. Die Besuche an den Informationsstellen erreichten zwischen dem 20. Juli und dem 15. August sonntags ihren Höhepunkt.

Was erlaubt ist

ThemaRegelQuelle
Wildcampen (Biwak)Reservierung erforderlichParc national de la Vanoise
CampingVerbotenParc national de la Vanoise
FeuermachenVerbotenParc national de la Vanoise
HundeVerbotenParc national de la Vanoise
DrohnenVerbotenParc national de la Vanoise
BadenErlaubtParc national de la Vanoise
RadfahrenEingeschränktParc national de la Vanoise
KraftfahrzeugeVerbotenParc national de la Vanoise
Pflanzen pflückenVerbotenParc national de la Vanoise
AngelnEingeschränktParc national de la Vanoise
JagdVerbotenParc national de la Vanoise

Regeln am 7. Oktober 2026 bei der Verwaltung geprüft. Änderungen sind kurzfristig möglich: Prüfen Sie die Regeln vor dem Besuch.

Reisezeit

  • Größter Andrang Juli bis August

Anreise

Nationalpark VanoiseUnterkünfte des ParksAusgangsorte

Ihren Nationalpark verdankt die Vanoise dem Alpensteinbock. Als das Tier nach und nach aus dem Massiv verschwand, wurde nach dem Vorbild des italienischen Gran Paradiso ein Schutzgebiet entworfen, und das Dekret vom 6. Juli 1963 machte es zum ersten Nationalpark Frankreichs, wenige Monate vor Port-Cros. Er liegt im Osten von Savoie, zwischen den oberen Tälern der Maurienne und der Tarentaise.

Ein Gesetz von 2006 hat die Karte neu gezogen: Der Park besteht heute aus einer Kernzone, in der die Schutzregeln gelten, und einem Beitrittsgebiet (aire d’adhésion), das an eine mit den Akteuren vor Ort unterzeichnete Charta gebunden ist. Außerhalb der Kernzone fügt das Dekret keine zusätzlichen Umweltregeln hinzu. Der Park umfasst 25 Gemeinden, von denen 17 Flächen in der Kernzone haben.

Gips, Quarzit und Gneis unter den Gletschern

Die Berge steigen hier über 3.000 m an und tragen noch zahlreiche Gletscher, doch das Massiv ist eher trocken und sonnig. Der Park zählt 33 natürliche Lebensraumtypen, und sein Gestein ist vielfältig:

  • Kalkstein, Gips und Sandstein.
  • Quarzit und Schiefer.
  • Glimmerschiefer und Gneis.

Vier Naturschutzgebiete am Rand der Kernzone

Der Park betreut außerdem vier nationale Naturschutzgebiete, die an die Kernzone grenzen. Zusammen fügen sie etwas mehr als 5.100 Hektar Schutzfläche hinzu, jedes mit eigenen Regeln:

  • Die Grande Sassière.
  • Der Plan de Tuéda.
  • Tignes-Champagny.
  • Die Bailletaz.

Steinböcke, Steinadler und eine arktisch-alpine Flora

Rothirsch, Reh, Gämse, Steinbock, Murmeltier, Schneehase und Hermelin teilen sich den Park mit einer langen Liste von Vögeln und Pflanzen. Die Kennzahlen des Parks:

  • 125 Brutvogelarten, darunter Steinadler, Birkhuhn und Alpenschneehuhn.
  • 325 Wirbeltierarten, 65 % der Arten Frankreichs ohne die Überseegebiete, von denen 92 % geschützt sind.
  • Mehr als 2.860 Pflanzenarten und fast 1.000 Pilzarten.
  • Der größte Bestand arktisch-alpiner Pflanzen in Frankreich.

Hütten, der GR5 und die Via Alpina

Die Übernachtungen richten sich nach den Hütten, und die Wege beginnen in den Dörfern. Das Netz in Zahlen:

  • Rund 400 km markierte Wege beginnen in den Dörfern und Skiorten.
  • Zwei Weitwanderwege, der GR5 und die Via Alpina, durchqueren das Massiv von Nord nach Süd.
  • Die Website Rando Vanoise beschreibt etwa sechzig Wanderungen in der Kernzone und mehr als 250 im gesamten Gebiet.
  • Die Kennzahlen des Parks nennen 40 Hütten in der Kernzone.

Im Sommer 2026 empfingen die Informationsstellen des Parks rund 40.000 Menschen, etwas mehr als 2025.

Häufige Fragen

Kostet der Nationalpark Vanoise Eintritt?

Nein. Die Kernzone ist frei zugänglich, ohne Eintrittsgebühr und ohne Öffnungszeiten.

Darf man im Nationalpark Vanoise wild campen?

Nur an festgelegten Stellen. Zelten ist in der Kernzone verboten, und ein Biwak ist nur im Sommer neben bestimmten bewirtschafteten Hütten erlaubt, nach Reservierung beim Hüttenwirt, zwischen 19 und 8 Uhr.

Sind Hunde im Nationalpark Vanoise erlaubt?

Nein, nicht in der Kernzone, auch nicht an der Leine: Das Bußgeld beträgt 135 €. Ausnahmen sind Hütehunde und Assistenzhunde. In den Naturschutzgebieten sind Hunde nur in der Grande Sassière angeleint erlaubt und im Plan de Tuéda auf der Hochfläche von Tuéda zwischen dem Parkplatz von Méribel-Mottaret und dem Refuge du Plan; in Tignes-Champagny und der Bailletaz sind sie verboten, auch getragen.

Wann ist die beste Zeit zum Wandern in der Vanoise?

Laut Park sind die meisten Wege vom 1. Juni bis etwa 30. Oktober begehbar, mit dem Risiko von spätem oder frühem Schnee. Erkundigen Sie sich vor dem Aufbruch bei den Informationsstellen des Parks oder einem Fremdenverkehrsamt.

Wie kommt man mit dem Zug zum Nationalpark Vanoise?

Über drei Bahnhöfe: Bourg-Saint-Maurice für die Haute Tarentaise, Moûtiers für die Täler von Bozel und Belleville und Modane für die Haute Maurienne. Shuttles fahren weiter zu den Ausgangspunkten der Wanderwege.

Darf man im Nationalpark Vanoise eine Drohne fliegen lassen?

Nein. Der Einsatz einer Drohne oder eines anderen Fluggeräts in der Kernzone ist eine Ordnungswidrigkeit mit einem pauschalen Bußgeld von 135 €. Drohnen fallen unter das allgemeine Verbot, unterhalb von 1.000 m über dem Boden zu fliegen, sofern der Direktor des Parks es nicht genehmigt (wissenschaftliche Forschung, genehmigte Arbeiten).

Darf man im Nationalpark Vanoise Mountainbike fahren?

Nur auf bestimmten Fahrwegen: Anderswo in der Kernzone ist Radfahren verboten. Auch Kraftfahrzeuge sind verboten, außer auf bestimmten Fahrwegen mit einer personengebundenen Genehmigung.

Weitere Schutzgebiete in der Nähe

Quellen

9 Quellen
  • Esprit parc national (Parcs nationaux de France) abgerufen am 7. Oktober 2026
  • Parc national de la Vanoise abgerufen am 7. Oktober 2026
  • Atout France (France.fr) abgerufen am 7. Oktober 2026
  • OpenStreetMap abgerufen am 7. Oktober 2026
  • Wikidata abgerufen am 7. Oktober 2026
  • Wikipedia (de) abgerufen am 7. Oktober 2026
  • Wikipedia (en) abgerufen am 7. Oktober 2026
  • Wikipedia (es) abgerufen am 7. Oktober 2026
  • Wikipedia (fr) abgerufen am 7. Oktober 2026