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Nationalpark Gran Paradiso
LucaCasale1961, CC BY-SA

Nationalpark Gran Paradiso

Italiens erster Nationalpark, am 3. Dezember 1922 aus einem königlichen Jagdrevier hervorgegangen, um den Steinbock zu retten: fünf Täler im Aostatal und im Piemont, die Hochebene des Nivolet und mehr als 500 km Wege.

Auf einen Blick

  • Italiens erster Nationalpark, gegründet am 3. Dezember 1922
  • Entstanden zur Rettung des Steinbocks, der durch die Jagd auf wenige Hundert Tiere dezimiert war
  • Seit 2014 auf der Grünen Liste der IUCN, damals als einziger italienischer Nationalpark ausgewählt
  • Fünf Täler in zwei Regionen, dem Aostatal und dem Piemont
  • Mehr als 500 km Wege und die Hochebene des Nivolet auf 2.500 m
  • Im Sommer 2026 höchstens 350 Fahrzeuge pro Tag auf dem letzten Abschnitt der Nivolet-Straße

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  • Ceresole RealeAm nächsten

    10 km Luftlinie

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  • Cogne

    12 km Luftlinie

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  • Valsavarenche

    13 km Luftlinie

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  • Aosta

    26 km Luftlinie

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Welche Führung passt zu Ihnen?

FührungDauerLänge
Rifugio Chabod2 Std. 45 Min.5,8 km
Rifugio Jervis2 Std.
Dégioz - Orvieille - Laghi Djouan3 Std. 15 Min.
Pont Valsavarenche - Nivolet2 Std. 30 Min.
Rifugio Vittorio Emanuele II2 Std. 30 Min.5 km
Valnontey - Rifugio Vittorio Sella2 Std. 30 Min.5 km

Angaben geprüft am 14. Oktober 2026

Preise und Anreise

Preise 2026
Shuttle, AlleKostenlos
Reservierung, Pro Fahrzeug10 €

Quelle: Parco Nazionale Gran Paradiso

So läuft der Besuch ab

  1. Cogne und Valnontey etwa 5 km, 2 Std. 30 Min.

    Das bekannteste Tal. In Valnontey blüht der Garten Paradisia von Mitte Juni bis Mitte September, und der Weg zum Rifugio Vittorio Sella, dem meistbegangenen des Parks, steigt rund 1.000 m an.

  2. Valsavarenche, für die Hütten und den Gipfel 5 km, 2 Std. 30 Min.

    Ab Pont steigt der Weg 759 m zum Rifugio Vittorio Emanuele II an; zusammen mit dem Rifugio Chabod (5,8 km, 2 Std. 45 Min. ab Alpe Pravieux) ist es eine der beiden Stützpunkthütten für den Normalweg auf den Gran Paradiso.

  3. Rhêmes und sein Naturlehrpfad

    Das Tal des Bartgeier-Besucherzentrums. Der erste Abschnitt des Naturlehrpfads, von Chanavey nach Bruil, ist gepflastert und für Rollstühle geeignet.

  4. Orcotal: Noasca und Ceresole Reale 2 Std.

    Die Piemonteser Seite, von Turin über die SP 460 erreichbar. Ab Chiapili Inferiore (1.715 m) oberhalb von Ceresole Reale steigt ein Weg 583 m zum Rifugio Jervis an.

  5. Die Hochebene des Nivolet 2 Std. 30 Min. zu Fuß ab Pont

    Erreichbar über die SP 50 vom Lago Serrù auf der Piemonteser Seite oder zu Fuß ab Pont im Valsavarenche, 448 m höher, bis zu den Piani del Nivolet.

Vier Wege hinauf zur Hochebene des Nivolet im Sommer 2026

MöglichkeitAbKostenReservierung
Eigenes Fahrzeug mit NivoletCardLago Serrù, SP 5010 € pro Fahrzeug, zuzüglich GebührenPflicht, höchstens 350 Fahrzeuge pro Tag
Park-Shuttle mit ReservierungLocana, zwei Fahrten bergauf am Morgen, zwei talwärts am NachmittagKostenlosNivoletCard-Portal, bis 18:00 Uhr am Vortag
Park-Shuttle ohne ReservierungParkplätze Chiapili Inferiore, Lago Serrù und Colle del NivoletKostenlosKeine, solange Plätze frei sind
Zu FußPont, Valsavarenche, 2 Std. 30 Min. und 448 m AufstiegKostenlosKeine

Quelle: Ente Parco Nazionale Gran Paradiso, Seiten zum Nivolet (Saison 2026, 4. Juli bis 13. September für die Shuttles).

Die Seiten Aostatal und Piemont im Vergleich

SeiteTälerMit dem AutoMit öffentlichen Verkehrsmitteln
AostatalCogne, Valsavarenche, RhêmesAutobahn A5, Ausfahrt Aosta-ovestBahnhof Aosta, dann SAVDA; Svap-Busse nach Cogne, Arriva nach Valsavarenche und Rhêmes
PiemontOrco, SoanaAb Turin über die SP 460 das Orcotal hinauf; Pont Canavese für das SoanatalBahnhöfe Turin, Ivrea oder Pont Canavese, dann GTT-Busse

Quelle: Ente Parco Nazionale Gran Paradiso, Seite „Come arrivare“ (2026).

Vor dem Besuch

  • NivoletCard: An regulierten Tagen brauchen Kraftfahrzeuge, die über den Lago Serrù hinausfahren, eine Reservierung und die Karte zu 10 € (2026), zuzüglich PagoPA-Gebühren; sie gilt für den gebuchten Tag, eine Zahlung kann einen Aufenthalt von bis zu drei Tagen abdecken, und sie wird nie erstattet.
  • Buchen Sie vor der Auffahrt: Mobiles Internet fehlt am Serrù oder ist zu schwach; am Parkplatz Chiapili Inferiore gibt es eine Infostelle mit WLAN.
  • Hunde sind verboten, außer an der Leine in den Talböden und ab dem 15. Juli auf einigen ausgewiesenen Wegen wie von Valnontey zur Sella-Hütte.
  • Drohnen sind über dem Park in jeder Höhe verboten; Amateuraufnahmen sind nie erlaubt, und eine Ausnahmegenehmigung für Zwecke außerhalb der Freizeit kostet eine Stempelmarke zu 16 €, die auch bei Ablehnung verfällt.
  • Zelten und Biwakieren mit Zelt sind außerhalb ausgestatteter Plätze verboten; ein alpines Notbiwak für eine einzige Nacht wird abseits der Hütten oder bei vollen Hütten geduldet.
  • Feuer ist im ganzen Park verboten, und Wohnmobile dürfen nur auf ausgestatteten Plätzen abgestellt werden.
  • Sammeln: Wilde Beeren dürfen an Ort und Stelle gegessen werden; Pilze dürfen nicht gesammelt werden, auch ungenießbare nicht.
  • Unterwegs: Kürzen Sie nicht abseits des Wegs ab und füttern Sie keine Wildtiere.
  • Ausrüstung: Der Park empfiehlt Trekkingschuhe, Regenjacke, Fleece, Hut, Sonnenbrille, eine Wollmütze, Proviant, Getränke und ein Fernglas.

Was erlaubt ist

ThemaRegelQuelle
Wildcampen (Biwak)VerbotenParco Nazionale Gran Paradiso
CampingEingeschränktParco Nazionale Gran Paradiso
FeuermachenVerbotenParco Nazionale Gran Paradiso
HundeEingeschränktParco Nazionale Gran Paradiso
DrohnenVerbotenParco Nazionale Gran Paradiso
KraftfahrzeugeEingeschränktParco Nazionale Gran Paradiso
Pflanzen pflückenVerbotenParco Nazionale Gran Paradiso
BesucherkontingentReservierung erforderlichJuli bis SeptemberParco Nazionale Gran Paradiso

Regeln am 14. Oktober 2026 bei der Verwaltung geprüft. Änderungen sind kurzfristig möglich: Prüfen Sie die Regeln vor dem Besuch.

Reisezeit

  • An manchen Tagen eingeschränkter Zugang Juli bis September

Anreise

Nationalpark Gran ParadisoAusgangsorte

  1. Aosta26,5 kmNationalpark Gran Paradiso

    Nach Cogne, dem Tor zum bekanntesten Tal des Parks (Entfernung laut englischer Wikipedia).

  2. Turin140 kmNationalpark Gran Paradiso

    Nach Cogne (Entfernung laut englischer Wikipedia).

  3. Turin114 kmNationalpark Gran Paradiso

    Nach Aosta, dem Bahn- und Busknoten für die Seite des Aostatals (Entfernung laut französischer Wikipedia).

Am Anfang des Gran Paradiso stand der Steinbock. Anfang des 19. Jahrhunderts war die Art rund um das Massiv auf wenige Hundert Tiere geschrumpft, und am 3. Dezember 1922 wurde das Gebiet eines ehemaligen königlichen Jagdreviers zum ersten Nationalpark Italiens, eingerichtet zum Schutz seiner Tier- und Pflanzenwelt, seiner Geologie und seiner Landschaft.

Die Etappen, vom Jagdverbot bis zur internationalen Anerkennung:

  1. 1821: Ein Erlass von Karl Felix, König von Sardinien, verbietet die Steinbockjagd.
  2. 1856: Das königliche Jagdrevier wird eingerichtet.
  3. 1913: Die letzte königliche Jagd; danach schenkt Viktor Emanuel III. dem Staat seine Ländereien am Gran Paradiso und regt an, einen Nationalpark zu prüfen.
  4. 3. Dezember 1922: Der Parco Nazionale Gran Paradiso wird gegründet.
  5. 5. August 1947: Gründung des Ente Parco Nazionale Gran Paradiso, mit Renzo Videsott als erstem Direktor.
  6. 1955: Der alpine botanische Garten Paradisia öffnet in Valnontey bei Cogne, auf 1.700 m.
  7. 2006: Europäisches Diplom für geschützte Gebiete.
  8. 14. November 2014: Grüne Liste der IUCN, als einziger italienischer Nationalpark ausgewählt; die Aufnahme wurde 2017 erneuert.

Königliche Saumpfade, Jagdhäuser und die Rückkehr des Bartgeiers

Die Könige haben ihre Spuren auf den Wegen hinterlassen. Die mulattiera reale ist die alte Straße, die Viktor Emanuel II. in der Kutsche zum Jagdhaus Orvieille hinauffuhr, und weitere königliche Jagdhäuser stehen noch in den Tälern:

  • Orvieille, ein ehemaliges königliches Jagdhaus auf 2.168 m oberhalb von Dégioz im Valsavarenche.
  • Die Casa Reale di Caccia del Gran Piano, drei Gehstunden von Noasca im Orcotal entfernt.
  • In Ceresole Reale erzählt das Besucherzentrum Homo et Ibex die lange Geschichte von Mensch und Steinbock.

Vögel und Wildtiere, auf die der Park hinweist

  • Der wieder angesiedelte Bartgeier hat im Rhêmes-Tal ein eigenes Besucherzentrum, „Bentornato gipeto!“.
  • Birkhühner bevorzugen die Lärchen- und Zirbenwälder auf dem Weg zur Chabod-Hütte.
  • Steinböcke und Gämsen beobachten Sie aus der Distanz und füttern sie nie.

Fünf Täler auf zwei Seiten des Massivs

Rund 52 % des Parks liegen im Aostatal und 48 % im Piemont (Angaben der deutschen Wikipedia). Mehr als 500 km Wege verbinden seine fünf Täler:

  • Cogne (Aostatal), das bekannteste, gegenüber den Gletschern des Gran Paradiso; hier findet jedes Jahr ein Skilanglaufrennen über 43 km statt, die Marcia Gran Paradiso.
  • Valsavarenche (Aostatal), das engste und wildeste der Täler im Aostatal, Ausgangspunkt für Besteigungen und lange Überschreitungen des Massivs.
  • Rhêmes (Aostatal), mit einem flachen Talboden in typischer Gletscherform.
  • Orco (Piemont), mit dem Zentrum in Noasca zu glazialen Landschaftsformen und einem Umweltbildungszentrum, das ganzjährig nach Voranmeldung geöffnet ist.
  • Soana (Piemont), über Pont Canavese erreichbar.

Die Hochebene des Nivolet

Zwischen Orcotal und Valsavarenche erstreckt sich die Hochebene Piano del Nivolet über mehr als sechs Kilometer auf 2.500 m, mit Seen und Torfmooren. Die Straße SP 50, die vom Lago Serrù hinaufführt, ist im Winter für den Verkehr gesperrt. Zwei Hinweise für Autofahrer:

  • Hinter Noasca wird die Straße schmal und kurvig, und private Reisebusse über 12 m Länge müssen mit einem funktionierenden Lift ausgestattet sein (so die Formulierung des Parks) und von erfahrenen Fahrern gesteuert werden.
  • Jede Form des Campings ist am Nivolet verboten.

Häufige Fragen

Braucht man eine NivoletCard, um zum Nivolet zu fahren?

Ja, an regulierten Tagen: 2026 an allen Wochenenden im Juli ab dem 4. Juli, täglich von Ende Juli bis 30. August und an den ersten beiden Wochenenden im September. Sie kostete 10 € pro Kraftfahrzeug, bei einer Obergrenze von 350 Fahrzeugen pro Tag.

Sind Hunde im Nationalpark Gran Paradiso erlaubt?

Nur an der Leine, in den Talböden und ab dem 15. Juli auf einigen ausgewiesenen Wegen. Der übrige Park ist für Hunde gesperrt.

Darf man im Gran Paradiso wild campen?

Nein. Zelte sind nur auf ausgestatteten Campingplätzen erlaubt. Ein alpines Notbiwak für eine einzige Nacht wird außerhalb der Hütten oder bei vollen Hütten geduldet.

Darf man im Nationalpark Gran Paradiso eine Drohne fliegen?

Nein, weder zum Vergnügen noch für Amateuraufnahmen. Das Überfliegen jedes Schutzgebiets ist verboten, Drohnen eingeschlossen, und nur Nutzungen außerhalb der Freizeit können auf Antrag genehmigt werden.

Wie kommt man mit dem Zug in den Nationalpark Gran Paradiso?

Bis zum Bahnhof Aosta, dann mit SAVDA-Bussen auf die Seite des Aostatals; ins Piemont mit dem Zug nach Turin, Ivrea oder Pont Canavese (Linie SFM1), dann mit GTT-Bussen.

Was ist die beliebteste Wanderung im Gran Paradiso?

Von Valnontey zum Rifugio Vittorio Sella: etwa 5 km und 2 Std. 30 Min. im Aufstieg, mit rund 1.000 m Höhenunterschied, begehbar von Juli bis September.

Wo sieht man Steinböcke im Gran Paradiso?

In der Nähe des Rifugio Vittorio Sella, am Lago Lauson, am Abend oder am frühen Morgen, laut der Seite des Parks zum Tal von Cogne.

Wann blüht der Garten Paradisia?

Von Mitte Juni bis Mitte September, in Valnontey bei Cogne, mit Alpenblumen, Heilpflanzen und Flechten.

Weitere Schutzgebiete in der Nähe

Quellen

4 Quellen
  • Parco Nazionale Gran Paradiso abgerufen am 14. Oktober 2026
  • OpenStreetMap abgerufen am 14. Oktober 2026
  • Wikidata abgerufen am 14. Oktober 2026
  • Wikipedia abgerufen am 14. Oktober 2026